Franziska Hofer
Hebamme B.Sc.

Kinesio-Taping-Therapie

Bei dieser sanften Therapieform werden farbige, selbstklebende Baumwollbänder (Tapes) auf die Haut geklebt. Damit werden positive Anreize zum Beispiel im Bindegewebe, dem Lymphsystem oder der Muskulatur gesetzt. Diese Impulse wirken je nach Technik entweder entspannend, anregend oder durchblutungsfördernd. 

Durch die Impulse an den Hautrezeptoren, welche im Gehirn Vorrang vor den Schmerzrezeptoren haben, können selbst starke Verspannungsschmerzen effektiv gelindert werden. Das Tape selbst spürt man dabei kaum. Je nach Anlage kann der Effekt auch kühlend und erleichternd wirken sowie ein Wärme- oder Stützgefühl geben.

K-Taping eignet sich hervorragend für die Behandlung in der Schwangerschaft und im Wochenbett, da es nebenwirkungsfrei ist, keine Medikamente oder Wirkstoffe enthält und flexibel, je nach Beschwerdebild, eingesetzt werden kann.

Bei folgenden Beschwerden lässt sich das Taping anwenden:

In der Schwangerschaft

  • Verspannungen der Nackenmuskulatur
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Lendenwirbelbereich
  • Schmerzen im Iliosakralgelenk
  • Stütze des Bauches
  • Symphysenlockerung
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Wassereinlagerungen der Beine und Arme (Ödeme)
  • Behandlung der Akupunkturpunkte zur Geburtsvorbereitung mit Crosstaping

Im Wochenbett

  • zur Unterstützung der Rückbildung insgesamt
  • Rückbildung der Bauchmuskulatur
  • Lochialstau (Wochenfluss fließt nicht ab)
  • Narbentape nach Kaiserschnitt
  • Rektusdiastase (Auseinanderstehen der Bauchmuskeln)
  • Milchstau, Mastitis, Brustentzündung
  • Verspannungen der Nackenmuskulatur
  • Haltungskorrektur

Säugling

  •  Schmerzhafte Blähungen
  • Verdauungsproblematiken  (z.B. Verstopfung)
  • Nabelbruch

In der Regel verbleiben die Tapes ca. 1 Woche auf der Haut und halten bei allem (duschen/schwimmen). Da ein spezieller Hautkleber im Tape verwendet wird, sind Tapes auch für Pflaster-, Latex- und SilikonallergikerInnen geeignet.